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1/2-Finale: Phönix nimmt schwere Hürde im Biberbau

Nach einer souveränen Vorstellung in heimischer Halle, sicherte man sich vor zwei Wochen erstmals den Halbfinaleinzug nach einer Saison. Am Samstag, 16.04.2016, mussten die Phönixe jedoch mit stark minimierter Mannschaft zum Playoff-Spieltag gegen die gastgebende zweite Mannschaft der Saalebiber aus Halle fahren. Mit lediglich zehn Feldspielern und Feldspieler Julian Hofer als Torhüter nahmen die Leipziger die Aufgabe, ihre Kräfte möglichst effizient einzusetzen, von Beginn an sicher an. Einen guten Freischlag von Paul Moritz in der 6. Minute konnte der Hallenser Torhüter nur vor die Füße von Tommy Kürschner abwehren. Dieser nutze diese Gelegenheit eiskalt zur 1:0 Führung. Die Saalebiber bemühten sich jederzeit ihre Feldvorteile auch in Abschlüsse umzusetzen, scheiterten dabei immer wieder an den wacker verteidigenden Leipzigern. Den haltbaren Ausgleich ließ Torhüter Julian Hofer in seinem ersten Saisonspiel dann auch eher unglücklich ins eigene Tor passieren. Mehr als gut machte dieser jedoch seinen Fehler mit dem Halten eines Penaltys in der 13. Minute. Paul Moritz konnte zuvor einen hohen Konter von Halle nur mit hohem Stock abwehren.

Zu Beginn des zweiten Drittels spielten die Leipziger einen Angriff blauäugig mit schlechter Absicherung. Halle nutze dies zum blitzschnellen Konter und der 2:1 Führung. Der weitere Verlauf des Mitteldrittels war von taktischen Anpassungen auf beiden Seiten geprägt. Leipzig spielte, auf Chancen lauernd, weiter tief. Die Hallenser versuchten es wenig innovativ mit Schüssen von außen und auf Abpraller lauernd. Beide Teams konnten sich teilweise gute Chancen erspielen, jedoch keine davon in Tore ummünzen.

Etwas überrascht, mit nur zwei Toren etwas Großes schaffen zu können, rief man in der Kabine zum Angriff auf das Verbandsligafinale später am Abend. Besonders Felix Hilla drehte richtig auf. Wie schon so häufig verdrehte er mit seinen Solos den Gegnern immer wieder den Kopf. Ein ebensolches nutze er von rechts kommend, um den Ball halbhoch im langen Eck des Hallenser Tores unterzubringen. Die Hallenser, offenbar geschockt vom Ausgleich, ließen sich schon eine Minute später zu einer Unachtsamkeit hinreißen. Der Hallenser Spieler legte sich den Ball etwas weit vor. Bis vor die Füße von Elias Dannenberg. Dieser, etwas überrascht aber gedankenschnell, nutze diesen Fauxpas, um im Slot das 3:2 zu erzielen. Die Sensation vor Augen behielt der FBC seine kontrollierte Spielweise bei. Die Sache klar machte aber Halle, welches sich durch ein Frustfoul in der vorletzten Minute des dritten Drittels selbst für den Rest des Spiels dezimierte. Um sich ein letztes Mal aufzubäumen, mussten sie den Torhüter gegen einen fünften Feldspieler ersetzen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen gelang der letzte Treffer des Spiels dann René Wildgrube 5 Sekunden vor Schluss.
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HF: Phönix Leipzig USV Halle Saalebiber II 4:2 (1:1;0:1;3:0;-:-)

Phönix Leipzig: [T] Julian Hofer, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, [C] René Wildgrube, Paul Moritz, Maximilian Wagner, Tommy Kürschner, Patrick Reichelt, Tobias Schulze, Felix Hilla, Jakob Neumann

1. Drittel:
5:57 1:0 Tommy Kürschner (Paul Moritz) Phönix Leipzig
9:38 1:1 Tim Müller (Enrico Treizel) USV Halle Saalebiber II
12:16 2′ (Hoher Stock) Paul Moritz Phönix Leipzig
2. Drittel:
1:32 1:2 Florian Herbst (Pascal Reichert) USV Halle Saalebiber II
3. Drittel:
9:33 2:2 René Wildgrube (Felix Hilla) Phönix Leipzig
10:14 3:2 Elias Dannenberg Phönix
18:38 2′ (Stoßen) Manuel Schulze USV Halle Saalebiber II
19:55 4:2 René Wildgrube (Jakob Neumann) Phönix

–> Weiterlesen: Das Finale
–> Rücklick: Das Viertelfinale

–>Saisonübersicht

Halbfinale Olé!

Wir schreiben den 3. April 2016. Acht Mannschaften sind geladen, um in der Sporthalle an der Radrennbahn in Leipzig das Viertelfinale der Verbandsliga SBK Ost auszuspielen. Viermal 60 min voller Kampf und Spannung sollen zeigen, wer das Zeug hat sich zu den besten vier Teams der Liga zu zählen und die Gastgeber vom FBC Phönix Leipzig sind hochmotiviert diesen Titel zu erreichen. Eine Rückschau auf dieses Event.

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Um 9:30 erschallte der Anpfiff. In der ersten Partie des Tages standen sich der USV TU Dresden II und der SC DHfK Leipzig II gegenüber. Dabei setzten sich die starken Gäste aus Dresden souverän mit 9:4 durch. Im Anschluss daran bereiteten sich die Grizzlys aus Salzwedel sowie die Mannschaft des USV Jena auf ihre Begegnung vor. Diese endete nach viel Spannung und zwei fast ausgeglichenen Dritteln mit einem doch deutlichen Ergebnis von 8:3. Dabei ist besonders die Ausdauer der Schwarz-roten Sachsen-Anhalter zu erwähnen, da diese mit nur 8 Spielern gerade im letzten Drittel einige schön herausgespielte Tore erzielten und das hocheffizient.

Mit dem Ausscheiden der Jenaer aus den Playoffs waren nun bereits zwei der drei Teams aus Staffel 2 aus dem Rennen. Ein Grund mehr für die Phönixe, die Staffel-Ehre zu erhalten und ihr Viertelfinalspiel gegen den UHC Döbeln II zu gewinnen. Die Gäste waren lediglich mit 10 Spielern angereist, trotzdem gab es keinen Grund für die Leipziger, ihren Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

In der ersten Minute tasteten sich die Mannschaften ab, spielten mit leichter Zurückhaltung und lernten sich kennen. Dabei zeigte sich schnell die spielerische Überlegenheit der Gastgeber in rot. Phönix übernahm die Spielführung und konnte den Aktionsraum fast ausschließlich in die Hälfte der schwarz-gelben Döbelner verlagern. Dort erspielten sie sich viele viele Torchancen, doch die ersehnte Führung ließ zunächst auf sich warten. Nach guten 10 min löste Felix Hilla diese Situation durch ein starkes Tor nach Zuspiel von Tommy Kürschner auf. Leider war damit der Knoten nicht geplatzt. Die Torgefährlichkeit der Feuervögel bestand weiterhin, jedoch blieb die Zweipunkteführung im ersten Drittel aus.

Nach der ersten Pause ging das Spiel weiter wie bisher. Die Stürmer vom FBC nahmen den Döbelnern früh die Bälle ab, was nicht selten auch einem Fehlpass geschuldet war. Anschließend wurde enthusiastisch Druck auf den starken Torhüter der Schwarz-gelben, Nils Grünert, ausgeübt. In der 24. Minute konnte Maximilian Wagner den Ball nach einem Alleingang im langen oberen Eck versenken und erhöhte somit auf 2:0. Trotz zahlreicher weiterer Chancen seitens der Gastgeber blieb es bis zur 45. Minute bei diesem Spielstand. Danach spielte Felix Hilla einen Traumpass auf Tommy Kürschner, welcher verwandelte. Knapp zweieinhalb Minuten später gab es ein Déjà-vu zu sehen. Wieder ein schöner Steilpass von Felix und Tommy versenkte den Ball zum zweiten mal im Tor. 4:0. Mit der Gewissheit der deutlichen Führung löste sich nun endlich der Knoten und es hagelte in den letzten 10 min noch einmal 4 Tore. Dabei gelang es den Gästen nach einem Fehlpass den Ehrentreffer zu erzielen. Auf Seiten der Phönixe verwandelten Elias Dannenberg, Felix Hilla sowie Mirko Körner und besiegelten somit den Endstand von 7:1. Der FBC Phönix Leipzig steht somit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Playoff-Halbfinale!

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Auch nach diesem Spiel blieb es spannend. Mit der SG Heidenau/Graupa und dem USV Halle standen sich in der letzten Partie des Tages die potenziellen Halbfinalgegner der Leipziger gegenüber. Anders als im Spiel davor schaffte es diesmal keines der beiden Teams deutlich zu dominieren. Das Geschehen wurde von vielen Richtungswechseln geprägt, es blieb allerdings volle 40 min torlos. Im letzten Drittel zeigten die Saalebiber aus Halle dann jedoch, dass sie die bessere Mannschaft waren und erzielten ganze fünf Treffer. Die Rivalen aus Dresden reagierten darauf verärgert und ließen sich von den Unparteiischen zwei unnötige Zeitstrafen geben. In der vorletzten Minute belohnten auch sie sich zumindest noch mit einem Ehrentreffer zum 1:5.

Damit werden am Samstag, den 16. April, das Team der TU Dresden und die Grizzlys aus Salzwedel sowie die Saalebiber aus Halle und der FBC Phönix Leipzig um den Einzug ins Finale der Verbandsliga kämpfen. Austragungsort wird aller Voraussicht nach der Biberbau in Halle sein.

Der FBC Phönix Leipzig bedankt sich bei den Zuschauern und den vielen Helfern, die eine Durchführung des Playoff-Viertelfinaltages möglich gemacht haben! Bleibt noch zu erwähnen, dass Trainer Tobias Schulze am Montag beim Training alle anwesenden Phönixe mit zwei Küsschen belohnte. Wenn das keine Motivation für weitere Siege ist!?

Die Ergebnisse nochmal in der Übersicht:

USV TU Dresden II
– SC DHfK Leipzig II 9:4
Grizzlys Salzwedel – USV Jena 8:3
Phönix Leipzig – UHC Döbeln II 7:1
SG Heidenau/Graupa – USV Halle II 1:5

–> so feiern die Saalebiber (Link)
–> so freut sich die TU Dresden (Link)
–> das schreiben die Grizzlys (Link)

 

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Phönix Leipzig:
[T] Nils Wranik, Maik Biedermann, Elias Dannenberg, Stefan Schröter, René Wildgrube, Paul Moritz, Maximilian Wagner, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Johanna Kauschke, Patrick Reichelt, [C] Tobias Schulze, Christina Löschner, Felix Hilla, Tino Pagel, Mirko Körner, Jakob Neumann

1. Drittel:
10:16 1:0 Felix Hilla (Tommy Kürschner) Phönix Leipzig
2. Drittel:
3:37 2:0 Maximilian Wagner Phönix Leipzig
3. Drittel:
5::54 3:0 Tommy Kürschner (Felix Hilla) Phönix Leipzig
8:51 4:0 Tommy Kürschner (Felix Hilla) Phönix
12:59 5:0 Elias Dannenberg (Mirko Körner) Phönix
13:28 6:0 Felix Hilla (Tobias Schulze) Phönix
15:33 6:1 Leon Zimmermann (Lukas Hickethier) UHC Döbeln 06 II
16:34 7:1 Mirko Körner Phönix Leipzig

—> Weiterlesen: Das Halbfinale gegen die Saalebiber II

–> Fotos (Phönix-Döbeln)
–> Fotos (übrige Spiele)

Von der Rolle – Phönix verliert gegen Jena den Faden

Nach den bisherigen Saisonerfolgen wollte Phönix Leipzig noch einmal zeigen, warum das Team die Tabelle anführt. Auf dem Weißenfelser Parket mussten sie sich erneut dem Zweitplatzierten, USV Jena, stellen. Aber um es vorwegzunehmen: Das Spiel entwickelte sich aus Sicht der Leipziger Floorballer zu einem kleinen Desaster. Damit ist auch unsere Rekord-Serie von zehn Siegen in Folge gerissen. Die letzte Niederlage auf dem Floorballfeld kassierte Phönix im Frühjahr 2015, gegen die SG Dessau/Rotta (7:11), also vor rund einem Jahr!

Zahlenmäßig um 3 Feldspieler überlegen startete Jena zurückhaltend in das Spitzenspiel, ließ den Phönixen immer wieder Raum für Vorstöße in die Ecken. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, versuchten über den Point-Aufbau Kontrolle über das Spiel zu erlangen und attackierten die ballführenden Spieler erst in der eigenen Spielfeldhälfte. Torgefährlich wurden nur wenige Situationen, da der Ball im Besitz beider Mannschaften meist nur durch die Abwehr zirkulierte und Vorstöße zum Großteil über die Flanken erfolgten und oft versandeten. Dennoch gelang es Tommy Kürchner mit der #16 im ersten Drittel, den Ball aus einem der wenigen Gerangel im Slot über die Linie des Jenaer Tors zu befördern. Dies sahen die Schiedsrichter allerdings anders und pfiffen ihn zurück. So lautete der Spielstand nach einem weitgehend ereignislosen, aber taktisch anspruchsvollen ersten Drittel 0:0.

Kein Wunder also, dass die beiden neuen Köpfe hinter der Phönix-Taktik, Maximilian Wagner(#12) und Tobias Schulze(#27) für ihren erfolgreichen Einstand noch alle Chancen gegeben sahen und die Devise ausgaben: Stürmer besser anbieten, um keine Einzelaktionen aus der Verteidigung zu provozieren und das erste Tor wird für Leipzig fallen.

Über 10 weitere Minuten des zweiten Drittels sollten vergehen, bevor das erste Tor des Spiels fiel – allerdings für die Thüringer. Nicht einmal der Penalty in Minute 26 für Jena nach einem Vergehen von Tino Pagel (bei der Klärung des Balls aus dem eigenen Torraum und den damit verbundenen zwei Minuten auf der Strafbank) wurde verwandelt. Jena war gefährlicher als im ersten Drittel, forderte aktiv den Ball und beförderte ihn auch zunehmend öfter in die gefährliche Zone, bis er in Minute 11 im Netz hinter Arti (#1) zappelte. Noch nicht ganz gesammelt von diesem Vorfall verloren die Feuervögel in der selben Minute den Ball  an Jena und Robert März(#31) verwandelte gleich nochmal im Alleingang. 0:2. Zunehmend machte sich unter den Leipzigern Unmut breit, in der Abwehr wurden Bälle verloren und Angriffe verebbten. Die Härte nahm zu. Stockschläge häuften sich auf beiden Seiten, sodass auch das Schiedsrichterduo zusehens unter Druck geriet. Jena erzielte ganz nebenbei das dritte Tor, was die Frustration der Roten natürlich steigen ließ.

In gleicher Weise setzte sich das Spiel leider auch im dritten Drittel fort: Phönix kämpfte, aber ohne Erfolg und kassierte gleich wieder eine Strafe – 38 Sekunden nach Wiederanpfiff: Tommy Kürschner(#16) beförderte nach Meinung der Schiedsrichter den zwei Köpfe größeren und gefühlt anderthalb mal so schweren Verteidiger unfair über die Bande. Phönix verteidigte das Unterzahlspiel ohne Gegentor. 10 Sekunden nach Ablauf der Strafe kassierte allerdings Marcus Barthel(#15) gleich die nächste Strafe (Stockschlag). Die schon ausgesprochenen Verwarnungen gegen die Phönixspieler ließen den Verdacht aufkommen, dass sich das Unterzahlspiel wohl noch häufen wird bis zum Abpfiff. Diese Entwicklung unterbrach aber ausgerechnet Jena‘s Robert März(#31) kurz vor 44. Minute durch einen direkt aus der Luft verwandelten, halbhoch ausgeführten Freischlag zum 4:0 für den Tabellenzweiten. Auch wenn es in diesem Spiel prinzipiell um nichts mehr ging, zeichnete sich mehr und mehr eine kleine Blamage ab. Jena erzielte innerhalb von nicht mal einer Minute drei weitere Tore und den Phönixen dämmerte langsam, dass es bei einem 0:7 nicht mehr viel zu holen gibt. Noch nie in dieser Saison kassierten die Feuervögel so viele Gegentore. Und es drohte weiteres Ungemach: Nach einem geklärten Ball durch Tino Pagel(#73) standen die Phönixe aufgrund des dabei zu hoch gehaltenen Schlägers noch einmal zu viert auf dem Feld. Sie überstanden aber die Strafzeit unbeschadet und schafften es sogar, über die letzten 10 Minuten das Spiel an sich zu reißen. Nach zwei Strafen gegen die Jenaer Spieler Franziskus Kuhnt(#7) und Andre Walter(#30) gelang Mirko Körner(#87) zumindest das Ehrentor für die Phönixe durch einen Schuss aus der Distanz.

Nach diesem unrühmlichen Auftritt der Leipziger und dem Ergebnis von 1:7 gilt es, sich auf die Playoffs akribisch vorzubereiten und dort den Mythos des Wappentieres aufleben zu lassen.

Phönix Leipzig-USV Jena 1:7 (0:0;0:3;1:4)

Phönix Leipzig: [T] Artem Pokas #1, Marcus Barthel #15, Sarah Geißler #10, Felix Hilla #33, Mirko Körner #87, Tommy Kürschner #16, Tino Pagel #73, [C] Tobias Schulze #27, Maximilian Wagner #12, Nils Wranik #17, Stefan Kloß #34

1. Drittel:
06:33 Strafe 2′ (Stockschlag) Ba Duong Dang USV Jena
2. Drittel:
6:03 Strafe 2′ (Strafschuss) Tino Pagel Phönix Leipzig
11:14 Tor 0:1 Robert März (Christopher Budras) USV
11:38 Tor 0:2 Robert März USV
14:14 Tor 0:3 Robert März (Manuel Hallabrin) USV
3. Drittel:
0:38 Strafe 2′ (Stoßen) Tommy Kürschner
2:48 Strafe 2′ (Stockschlag) Marcus Barthel Phönix
3:54 Tor 0:4 Robert März (Manuel Hallabrin) USV
6:54 Tor 0:5 Manuel Hallabrin (Christopher Budras) USV
7:05 Tor 0:6 Michael Neumann (Stephan Fahr) USV
7:43 Tor 0:7 Marcus Richter (Ba Duong Dang ) USV
9:26 Strafe 2′ (Hoher Stock) Tino Pagel Phönix
11:53 Strafe 2′ (Stockschlag) Franziskus Kuhnt USV
17:41 Strafe 2′ (Spielverzögerung) Andre Walther USV Jena
17:51 Tor 1:7 Mirko Körner (Marcus Barthel) Phönix Leipzig

1. Platz in der Staffel ist Phönix Leipzig sicher

Der 11. Saisonsieg der Floorballer von Phönix Leipzig wurde am Ende nochmal überraschend zur Zitterpartie. Dem USV Jena gelang 105 Sekunden vor Spielende der Anschlusstreffer zum 5:6. Die Feuervögel agierten in den letzten Spielminuten  zu passiv, ließen die Gäste noch zu zwei Toren kommen und verspielten dadurch beinahe eine komfortable 6:3 Führung. Für die Gäste schien vor rund 25 Zuschauern kurzzeitig noch einmal alles möglich. Zumal besonders in dieser Phase die guten Schiedsrichter die Reihen beider  Mannschaften durch Zeitstrafen durcheinanderwirbelten. Höhepunkt dabei eine Zehn-Minuten-Strafe für den Jenaer Robert März wegen „unsportlichen Verhaltens“ – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Die #31 der Thüringer hatte sich aus Sicht der Unparteiischen unangemessen über die zuvor gegen ihn ausgesprochene Zwei-Minuten-Strafe beschwert. Daduch war für ihn das Spitzenspiel in Leipzig-Kleinzschocher frühzeitig vorbei. Er konnte sich aber von der Strafbank aus freuen, dass seine Teamkameraden nicht aufsteckten. Aber der Ausgleich blieb den Jenaern am heutigen Sonntag verwehrt. Phönix Leipzig verteidigte gut und machte mit der Zeit im Rücken den Sack anders als beim ersten Saison-Vergleich schon nach 60 Minuten zu.

René W. macht das 4:2 nach Vorlage Paul M.
René markiert das 4:2 nach Vorarbeit von Paul.

Dass das genauso kommen würde, war eigentlich schon nach fünf gespielten Minuten anzunehmen. Phönix dominierte am Anfang das Spielgeschehen. Unmittelbar nach dem Anbully setzte beispielsweise der stark spielende Felix Hilla den ersten Schuss an den Pfosten und damit die erste Duftmarke. Drei Minuten später klingelte es im Kasten von Jena-Goalie Finn Jung. Marcus Barthel verwandelte nach starker Vorarbeit von Felix. Der Tabellenführer schien auf Kurs. Doch in der fünften Minuten musste plötzlich unsere Nummer 1, Artem Pokas, hinter sich greifen. Der völlig blank stehende Robert März versenkte den Ball locker zum Ausgleich. Im Anschluss verloren die Roten ihre Linie. Jena kam zu Abschlüssen, Phönix brachte den Gegner durch Fehler ins Spiel. Erst zehn Sekunden vor der Drittelpause konnte #12 Maximilian Wagner für etwas Beruhigung sorgen. Er verwandelte die Vorlage von #73 Tino Pagel zur erneuten Führung.

Im zweiten Drittel sorgte dann #92 Jakob Neumann für frischen Wind in den Phönix-Reihen. Zwei Mal bediente er in den Anfangsminuten glänzend die #27, Tobi Schulze. Beim ersten Mal scheiterte dieser noch unglücklich an sich selbst, beim zweiten Versuch zeigte er wieder sein Können und brachte Phönix mit 3:2 in Front. Zuvor hatte Jena ein Überzahlspiel erfolgreich zu Ende gespielt. Im weiteren Spielverlauf erhöhten #8 René und erneut #27 Tobi auf 5:2. Jena konnte auf Abstand gehalten werden, wobei sich auch noch die #87 Mirko Körner mal wieder mit einem Distanztreffer in die Phönix-Torschützenliste eintragen konnte. Der Rest ist bekannt: Die am Ende triefenden Phönixe kamen mit einem blauen Auge davon und bescherten Spielertrainer Paul Moritz einen verdienten Erfolg im Abschiedsspiel. Die Nummer 11 hatte in der gleichen Sporthalle vor zweieinhalb Jahren gegen Partisan Connewitz sein Debüt im Phönix-Dress gefeiert. 19 Spiele später ist für den 23-jährigen Spielertrainer erstmal Schluss bei den Feuervögeln. Sein Team bedankte sich beim Coach mit einer kleinen Geste zum Anziehen und zum Essen. Alles Gute noch einmal an dieser Stelle für alles was jetzt kommt für dich, Paul!

Für die Phönix geht es jetzt unter dem neuen Trainerduo Schulze/Wagner weiter. Die Saison ist noch nicht vorbei. In zweiten Wochen winkt noch einmal Jena. Anfang April werden dann bei den Verbandsliga-Playoffs in Leipzig (Ausrichter: Phönix) die Floorball-Karten neu gemischt.

 

Phönix Leipzig – USV Jena 6:5 (2:1;2:1;2:3)
Phönix Leipzig:[T] Artem Pokas, Elias Dannenberg, [C] René Wildgrube, Sarah Geißler, Paul Moritz, Maximilian Wagner, Christina Löschner, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Tobias Schulze, Felix Hilla, Stefan Kloß, Tino Pagel, Mirko Körner, Jakob Neumann

1. Drittel:
3:10 1:0 Marcus Barthel (Felix Hilla) Phönix Leipzig
4:22 1:1 Robert März (Frédéric Schoenfeldt) USV Jena
7:24 2′ (Überharter Körpereinsatz) Finn Jung USV
19:50 2:1 Maximilian Wagner (Tino Pagel) Phönix
2. Drittel:
0:28 2′ (Stockschlag) Felix Hilla Phönix
0:42 2:2 Marcus Richter (Marie-Charlott Rümmler) USV
1:57 3:2 Tobias Schulze (Jakob Neumann) Phönix
13:43 4:2 René Wildgrube (Paul Moritz) Phönix
3. Drittel:
3:07 2′ (Wiederholte Vergehen) Maximilian Wagner Phönix
4:55 5:2 Tobias Schulze (Marcus Barthel) Phönix
5:45 2′ (Stockschlag)
9:09 5:3 Christopher Budras (Michael Koch) USV
11:14 2′ (Wiederholte Vergehen) Michael Neumann USV
13:09 6:3 Mirko Körner (Felix Hilla) Phönix
14:59 6:4 Marcus Richter USV
15:39 2′ (Stoßen) Robert März USV
15:39 10′ Robert März USV
16:39 2′ (Stockschlag) Paul Moritz Phönix
18:15 6:5 Marcus Richter USV

 

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Phönix gewinnt erneut gegen Weißenfels-Damen

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Bereits morgens um 9 Uhr fand das Verbandsliga-Spiel zwischen dem FBC Phönix Leipzig und den Damen des UHC Weißenfels statt. Auf Grund gesundheitlicher Probleme stand in der kleinen Arena erneut Ersatzkeeper Nils Wranik an Stelle von Artem Pokas im Tor. Die taktische Marschroute war angesichts der 7 Gegentore aus den ersten beiden Spielen gegen Weißenfels‘ Damen fürPhönix klar: hinten diszipliniert stehen. Um es vorweg zu nehmen, dies gelang über weite Strecken sehr gut.

Das erste Tor des Tages erzielte dennoch Laura Hönicke nach 13 gespielten Minuten. Die bis dahin überlegenen Leipziger ließen 10 Meter vor dem Tor einen Flachschuss zu, den Keeper Nils Wranik unglücklich durch die Beine rutschen ließ. Von da an galt es die Feld-Überlegenheit in Tore umzumünzen. 3 Minuten später erlöste Tobias Schulze nach feinem Zuspiel von Tommy Kürschner die Phönixe mit dem ersten Treffer. Mit einem 1:1 ging es dann auch in die Drittelpause.

Viel zu kritisieren hatte Spielertrainer Paul Moritz nicht, einzig die mangelhafte Chancenverwertung lies am positiven Ausgang des ersten Drittels zweifeln. Dies sollte sich auch im zweiten Drittel nicht ändern. Während Maximilian Wagner nach feiner Einzelleistung knapp 4 Minuten nach Wiederanpfiff zum 2:1 traf, landeten die sonstigen Versuche meist am Pfosten, neben bzw. über den Tor oder in den Händen der Weißenfelser Torhüterin. Ein Gegentor lag dennoch in der Luft, da Weißenfels immer wieder gefährliche Konter initiierte. Die meisten davon konnte die starke Defensive im letzten Moment unterbinden, Torhüter Nils Wranik musste jedoch auch einige Male eingreifen.

Mit einer knappen 2:1 Führung ging es dann in das letzte und letztlich torreichste Drittel. Tommy Kürschner erzielte mit einem schönen Schlenzschuss nach einer Minute auf Vorlage von Johanna Kauschke das wichtige 3:1. Anschließend schnürte Abwehrspielerin Sarah Geißler innerhalb von 3 Minuten einen Doppelpack, jeweils auf Zuspiel von René Wildgrube. Die Erleichterung war von nun an in der ganzen Mannschaft zu spüren. Weißenfels agierte in der Folge offensiver. Nach einem erfolgreich abgeschlossenem Konter der Damen stand es nur noch 5:2, was schlussendlich auch beim Ertönen der Schlusssirene auf der Anzeigetafel zu lesen war.

Mit einer spielerisch überzeugenden Leistung, allerdings mit Schwächen im Abschluss, baut Phönix die Tabellenführung weiter aus, da im Anschluss der USV Jena überraschend gegen den wiedererstarkten SC DHfK Leipzig II verlor (2:8). Bereits in einer Woche muss Jena erneut gegen den SC DHfK antreten, bei einer erneuten Niederlage des USV kann der erste Platz in der Tabelle für Phönix sicher sein. In der eigenen Hand hat es Leipzig dann aber spätestens am 28.02. beim Heimspieltag.

Ergebnisse des Tages:
Phönix – UHC Weißenfels Damen 5:2
SC DHfK II – USV Jena 8:2

Phönix Leipzig: [T] Nils Wranik, Stefan Schröter, [C] René Wildgrube, Sarah Geißler, Paul Moritz, Maximilian Wagner, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Johanna Kauschke, Tobias Schulze, Felix Hilla, Tino Pagel, Mirko Körner, Jakob Neumann

1. Drittel:
13:02 Tor 0:1 Laura Hönicke (Magdalena Tauchlitz) UHC Sparkasse Weißenfels (D)
16:38 Tor 1:1 Tobias Schulze (Tommy Kürschner) Phönix Leipzig
2. Drittel:
3:44 Tor 2:1 Maximilian Wagner Phönix Leipzig
3. Drittel:
1:07 Tor 3:1 Tommy Kürschner (Johanna Kauschke) Phönix Leipzig
1:46 Tor 4:1 Sarah Geißler (René Wildgrube) Phönix Leipzig
4:24 Tor 5:1 Sarah Geißler Phönix Leipzig
5:18 Tor 5:2 Laura Hönicke (Katja Leonhardt) UHC Sparkasse Weißenfels (D)

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Souverän gewonnen – Überraschung der Avalanche`s bleibt aus

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[Das Spiel wurde nachträglich 5:0-Forfait für Phönix gewertet.***]

Am 17. Januar 2016 stand für die Phönixe aus Leipzig ihr drittes Großfeldspiel infolge in der Heimatstadt an. Nach dem aufregenden, da knappen Sieg gegen den USV Jena am letzten Wochenende waren die Feuerroten heiß, an diesem Wochenende 3 Punkte zu holen und die Tabellenführung auszubauen. Trotz einiger kurzfristiger Erkrankungen, trat das Team hochmotiviert mit 14 Feldspielern an. Nils Wranik vertrat den verletzten Stammgoalie Artem Pokas im Tor und – um es vorweg zunehmen – sorgte souverän dafür, dass der Kasten leer blieb!

Im Publikum waren ebenfalls einige Phönixe vertreten, darunter Johanna, Urlauber Max und Liveticker-Starreporter Fleur, sodass gefühlt die komplette Mannschaft in der Sporthalle in der Tarostraße 4 zugegen war, um guten Floorball zu spielen oder halt zu sehen. Demhingegen konnten die Gäste aus Thüringen diesmal leider nur zu siebt auflaufen. Die erwartete Verstärkung aus Tschechien blieb aus.

Das Spiel begann zunächst langsam und bedacht. Phönix kontrollierte das Geschehen ab der ersten Minute, arbeitete sich mit schönen Spielzügen bis vor das gegnerische Tor, doch dann erfolgte meist nur ein halbherziger Abschluss oder ein Pass zu viel, sodass die ersten 9 Minuten komplett torlos blieben. Dann jedoch ging es los. Tommy Kürschner versenkt den Ball nach einem Pass von Neuzugang Jakob Neumann im Tor der Rennsteiger. Weitere 10 Minuten dauerte es, dann traf Rene Wildgrube zum 2 : 0 und es ging in die erste Pause.

Kommentator Fleur: Bis auf wenige Konter sehen wir hier Einbahnstraßenfloorball …

Im 2. Drittel ging es dann fixer. Nach mehreren gut herausgespielten Chancen nutzt Elias Dannenberg in der 4. Minute den schönen Pass von Tommy Kürschner vor`s Tor  zum 3 : 0 und hat dabei alle Zeit der Welt. Es folgen zwei starke Tore von Felix Hilla, sodass es nach 2/3 der Spielzeit 5 : 0 steht.

Die letzten 20 Minuten brachten wenig Veränderung im Spiel mit sich. Ein paar wenige Male gaben die Phönixe ihre ruhige Spielweise auf, was den Gegner z.T. gefährliche Kontersituationen ermöglichte, jedoch war Nils Wranik in diesen Fällen sicher zur Stelle. Tommy Kürschner und Elias Dannenberg sorgten jeweils noch einmal für weitere Tore, was zu einem Endstand von 7 : 0 führte.

Grundsätzlich war es ein sehr faires Spiel mit wenigen Fouls und ohne Meckereien. Mit mehr Konsequenz vor dem Tor hätte das Ergebnis auf Seiten des FBC`s durchaus höher ausfallen können. Dazu Kommentator Fleur: Doppelchance Tobi …, Chancentripel von Gecko …

Nach dem Spiel gab es dann eine unerfreuliche Nachricht: Dies war das letzte Pflichtspiel der Rennsteig Avalanche`s in dieser Saison. Damit wird es wohl für die Verbandsliga-Staffel 2 einige Änderungen geben. Doch wir lassen den Kopf nicht hängen. Ob Pflicht- oder Testspiel, die Phönixe können mit der gezeigten Spiel- und vorallem Teamleistung wirklich zufrieden sein. Nicht zuletzt war das auch durch Spielertrainer Paul Moritz möglich, welcher trotz einer Grippe das Coaching und die Aufstellung der Reihen übernahm, was er clever und fair ausführte.

 

Phönix Leipzig: [T] Nils Wranik, Elias Dannenberg, Stefan Schröter, Louis Mantwill, [C] René Wildgrube, Christina Löschner, Marcus Barthel, Tommy Kürschner, Patrick Reichelt, Tobias Schulze, Felix Hilla, Stefan Kloß, Tino Pagel, Mirko Körner, Jakob Neumann

 

1. Drittel:
08:54 2′ (Stockschlag) Lukas Eichhorn FC Rennsteig Avalanche
9:18 0:1 Tommy Kürschner (Jakob Neumann) Phönix Leipzig
18:59 0:2 René Wildgrube Phönix
2. Drittel:
3:58 0:3 Elias Dannenberg (Tommy Kürschner) Phönix
06:12 0:4 Felix Hilla (Elias Dannenberg) Phönix
18:34 0:5 Felix Hilla Phönix
3. Drittel:
10:19 0:6 Tommy Kürschner (Elias Dannenberg) Phönix
13:15 2′ (Stockschlag) Louis Mantwill Phönix
17:28 0:7 Elias Dannenberg (René Wildgrube) Phönix

 

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